Sportfreundliche Kommunen 2009: Jöhstadt, Großschönau und Pirna siegen

(ERZ). Jöhstadt, Großschönau und Pirna sind die Sieger im diesjährigen Wettbewerb „Sportfreundliche Kommune“ des Landessportbundes Sachsen (LSB). LSB-Präsident Eberhard Werner und Kultusminister Roland Wöller überreichten heute in Dresden auf einer Festveranstaltung Urkunden und Gütesiegel, mit denen die Kommunen künftig für sich werben dürfen. Zudem erhielten die drei besten Bewerbungen eine Prämie in Höhe von 5.000 Euro, die zweckgebunden für die weitere Förderung des Sports vor Ort eingesetzt werden soll. Insgesamt hatten sich 44 sächsische Städte und Gemeinden um den Titel „Sportfreundliche Kommune 2009“ beworben.

Kultusminister Roland Wöller lobte das große Engagement der Kommunen für den Sport und freute sich über das gestiegene Interesse an dem Wettbewerb: „Sport ist Kitt unserer Gesellschaft und vermittelt wichtige Werte wie Toleranz, Fairness, Mannschaftsgeist und Leistungsbereitschaft. Der Sport muss daher weiter in den Mittelpunkt gerückt werden. Der Wettbewerb ‚Sportfreundliche Kommune‘ bringt ans Licht, was unsere sächsischen Städte und Gemeinden im Bereich Sport bereits über die Jahre alles geleistet haben. Mit ihrem Engagement sind sie landesweit Vorbild. Ohne die gebührende Würdigung des Ehrenamtes, ohne einen intensiven Dialog zwischen Vereinen, Kommunen und Öffentlichkeit und ohne den Einsatz der vielen ehrenamtlichen Bürger wäre der Breitensport in Sachsen nicht denkbar.“

Landessportbund-Präsident Eberhard Werner war mit dieser Resonanz sehr zufrieden: „Bei meinem Amtsantritt 2005 haben wir uns zum Ziel gesetzt, das Bündnis für den Sport gerade auch im Verhältnis zu den sächsischen Städten und Gemeinden zu stärken. Wir sind auf diesem Weg ein gutes Stück vorangekommen. Das zeigt auch das Echo auf diese nun schon vierte Wettbewerbsauflage. Der Landessportbund Sachsen hat sich auch gegenüber den Kommunen im Freistaat als kompetenter und verlässlicher Partner, Helfer und Dienstleister erwiesen.“

Das erzgebirgische Jöhstadt setzte sich in der Wettbewerbskategorie der kleineren Städte und Gemeinden (unter 5.000 Einwohner) durch. „Das Zusammenspiel zwischen Stadtverwaltung und Sportvereinen hat uns in der Bewerbung besonders imponiert“, begründete LSB-Präsidiumsmitglied Udo Hertwich, Jurymitglied als Vertreter der Kreissportbünde, die Entscheidung in seiner Laudatio für die Siegerstadt, in der knapp ein Viertel der Bevölkerung (24 Prozent) sportlich aktiv ist. Zudem konnte Jöhstadt auch mit dem umweltgerechten Bau von Sportstätten punkten. Mit dem Gütesiegel „Sportfreundliche Kommune 2009“ zeichnete die Jury auch die Gemeinden Hartmannsdorf (b. Kirchberg) und Trebendorf aus.

Die Kategorie der Kommunen zwischen 5.000 und 10.000 Einwohnern gewann die Gemeinde Großschönau, für die Ralf Leimkühler, stellvertretender Geschäftsführer des Sächsischen Städte- und Gemeindetages die Ehrungsworte sprach. Ausschlaggebend für den Erfolg seien insbesondere die kontinuierlichen Bemühungen innerhalb der vergangenen Jahre gewesen, Sportförderung auf gutem Niveau zu erhalten und zu erhöhen sowie Aktivitäten in Sachen Sport auszubauen. Somit sei der Sieg – nach Platzierungen in den Jahren zuvor – besonders verdient, so die einheitliche Meinung der Jury. Auch Altenberg und Stolpen dürfen in dieser Kategorie das Gütesiegel „Sportfreundliche Kommune 2009“ tragen.

Pirna siegte in der Kategorie der größten sächsischen Städte (über 10.000 Einwohner). Die Siegerstadt habe erkannt, dass die Integration des Sports in die Stadtentwicklung notwendig sei, sagte Kultusminister Roland Wöller in seiner Laudatio. „Nur so können künftig die Belange des Sports von breiten Kreisen der Bevölkerung, politischen Institutionen und Vereinen getragen und angenommen werden. Pirna hat entsprechend gehandelt“, so der Kultusminister. 22 Prozent der Bevölkerung würden regelmäßig Sport treiben, dies sei ein klares Indiz für den Erfolg des Konzeptes. Weitere Gütesiegel vergab die Jury in dieser Kategorie an die Städte Zittau und Olbernhau.

Einen Sonderpreis vergab die Wettbewerbsjury, der neben dem LSB-Präsidenten auch Vertreter der Landesfachverbände, der Stadt- und Kreissportbünde sowie des Städte- und Gemeindetages angehörten, an die Stadt Rochlitz. Die 6.600-Einwohner-Stadt hatte bereits 2007 den Wettbewerb für sich entschieden und beeindruckte die Jury in diesem Jahr vor allem durch den deutlich gestiegenen Anteil sportlich Aktiver an der Bevölkerung: „Sport ist nicht nur Bestandteil, sondern scheint vielmehr Lebensmittelpunkt in Rochlitz zu sein. Über 30 Prozent der Bevölkerung engagiert sich in 13 Sportvereinen und 23 Abteilungen. Ein Spitzenwert in Sachsen“, heißt es in der Begründung der Jury.

Die bisherigen Sieger des Wettbewerbs
(Kategorien: bis 5.000, 5.000 bis 10.000, über 10.000 Einwohner)

2009: Jöhstadt, Großschönau, Pirna – Sonderpreis: Rochlitz
2008: Schildau, Sebnitz, Hoyerswerda – Sonderpreis: Dresden
2007: Doberschütz, Rochlitz, Annaberg-Buchholz
2006: Krostitz, Naunhof, Riesa

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