Erzgebirgische Schnitzertage am 7. und 8. März in Annaberg-Buchholz
Annaberg-Buchholz (ERZ). „Die Faszination kreativer Holzkunst im Erzgebirge“ könnte man über jenes Glanzlicht schreiben, das alljährlich Anfang März nach Annaberg-Buchholz einlädt. Künstler aus der gesamten Region treffen sich am 7. und 8. März zu den traditionellen Erzgebirgischen Schnitzertagen im Erzhammer. Von Rechenberg-Bienenmühle bis Johanngeorgenstadt, von Chemnitz bis in die Tschechische Republik reicht die Schar der Teilnehmer. Zu der überregional
bedeutsamen Veranstaltung werden Besucher aus ganz Sachsen sowie aus den angrenzenden (Bundes-) Ländern erwartet. Zahlreiche Angebote, Präsentationen und Kunstwerke dazu ein, sich näher mit fantasievoller Holzgestaltung, mit Formen, Farben und Figuren zu befassen. Eine breit gefächerte Palette wird nicht nur die “Profis” begeistern.
„Holzbildhauer, Volkskünstler und Besucher sollen miteinander ins Gespräch kommen, Erfahrungen austauschen, Traditionen bewahren, aber auch neue Tendenzen und Gestaltungen kennen lernen“, so Oberbürgermeisterin Barbara Klepsch. „Künftig wird unsere Sammlung Pohl-Stöher diesen Schatz, die erzgebirgische Volkskunst und Volkskultur noch stärker als bisher ins Blickfeld der Öffentlichkeit rücken.
Renommierte Holzbildhauer, zahlreiche Schnitzvereine und Einzelkünstler und werden den Erzhammer in eine riesige Schnitz- und Holzbildhauerwerkstatt verwandeln. Lebendige Handwerkspräsentationen zeigen, wie sich unförmige Hölzer in wunderbare Figuren, Reliefs und Bildszenen „verwandeln“. Sehenswerte Ausstellungen präsentieren den ganzen Formenreichtum der
traditionsreichen Kunst. Aufschlussreiche Fachvorträge lassen interessierte Gäste tiefer in die Materie eindringen. Unterschiedlichste Techniken machen die große stilistische Breite der
Holzkunst deutlich. Holzbildhauer zeigen ihr Können an wunderbaren Skulpturen, an traditionellen und modernen Motiven. Freunde der vielgestaltigen Intarsienkunst kommen ebenso auf ihre Kosten
wie Liebhaber von Relief- und Rindenschnitzereien. Darüber hinaus werden filigrane Miniaturen und schlanke Spanbäume unter den geschickten Händen der Meister entstehen. Selbst die seltene Kunst des Holzstechens ist im Erzhammer zu erleben. Insgesamt können die Besucher über 100 Holzkünstlern über die Schulter schauen.
Auch in diesem Jahr gibt es wieder einen Wettbewerb, zu dem Exponate noch bis zum 27. Februar eingereicht werden können. Das Thema lautet: Lehrgangsarbeiten. Am Sonntag, dem 8. März um 14.30 Uhr kürt die Jury die besten Werke. Gleichzeitig wird vom Erzgebirgsverein e.V. das „Goldene
Schnitzmesser“ für das Lebenswerk an einen verdienten Schnitzer verliehen. Im Rahmen der verschiedenen Prämierungen werden auch die Preise für den Fotowettbewerb zum Internationalen Holzbildhauersymposium 2008 verliehen. Für den stimmungsvollen Rahmen sorgen das Bläserquintett des Bergmusikkorps „Frisch Glück“ Annaberg-Buchholz / Frohnau e.V., die Pöhlbachmusikanten und das Schweinitztal-Duo aus Deutschneudorf.
Interessierte Gäste haben außerdem die Chance, Werkzeuge und Fachliteratur zu erwerben oder mit den Holzkünstlern in kreativen Erfahrungsaustausch zu treten.
Kategorie(n): Tipps, Veranstaltungen
Stichworte: Erzgebirgische Schnitzertage